Josef Weber
Seit 2019 unterwegs im Schwarzwald, meistens an Wochenenden und meistens allein. Angefangen mit den Wasserfällen vor der Haustür, inzwischen sind es die längeren Touren geworden. Ich trage hier ein, wo ich wirklich war - mit Datum, damit ich in zehn Jahren noch weiß, welcher Sommer welcher war. Wer eine der Touren nachgehen möchte: fragt einfach.
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2027
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Der Große Hansjakobweg, fünf Tage, 92 Kilometer. Die längste Sache, die ich bisher gemacht habe, und die einzige, bei der ich am dritten Tag ernsthaft überlegt habe aufzuhören. Der Brandenkopf am vierten Tag hat das erledigt - von dort sieht man die Hälfte der Strecke, die man schon hinter sich hat. Burg Hausach und Schloss Wolfach unterwegs, aber das Beste sind die Höfe zwischendurch.
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2026
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Die große Wutachschlucht-Runde, fünf Jahre nach der kurzen Variante. 21 Kilometer im Canyon, und man merkt, warum das hier der Grand Canyon des Schwarzwalds heißen soll. Der Tannegger Wasserfall lag noch im Schatten, als wir vorbeikamen.
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2025
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Ortenauer Weinpfad, erste Etappe von Gernsbach nach Baden-Baden. Ich habe mir vorgenommen, den ganzen Weg in Etappen zu gehen. Anfang April, die Reben noch kahl, dafür freie Sicht über das Rheintal.
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Etappe 2, Baden-Baden nach Untertal. Der Wasserfall am Yberg steht in keinem Wanderführer und ist trotzdem einen Umweg wert.
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Etappe 3 nach Kappelrodeck, mit 20 Kilometern die längste der Reihe. Zur Lese unterwegs, überall wird gearbeitet. Burg Neu-Windeck als Pause auf halber Strecke.
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2024
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Westweg vom Feldberg zum Belchen, auf zwei Tage aufgeteilt. Erst der lange Höhenrücken über Stübenwasen, Übernachtung unterwegs, am zweiten Morgen im Nebel gestartet und ab dem Haldenköpfle kam die Sonne durch. Der Aufstieg zum Belchen am Ende des zweiten Tages ist ein ehrliches Stück Arbeit. 30 Kilometer, und die erste Tour, bei der ich abends eine Unterkunft gebraucht habe.
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Vom Glottertal über den Rosskopf nach Freiburg. Eine Tour, die im Wald anfängt und mitten in der Stadt aufhört - am Ende steht man am Schlossberg über den Dächern und hört die Straßenbahn. Auf dem Rosskopfturm war es windig genug, um nicht lange zu bleiben.
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2023
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Die große Runde: Allerheiligen und dann hinauf zum Schliffkopf. Dieselben Wasserfälle wie bei meiner allerersten Tour, drei Jahre später und mit ganz anderen Beinen. Fünf Stunden, ohne dass es weh getan hätte.
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Balzer Herrgott bei Gütenbach. Der ins Buchenholz eingewachsene Christus - man steht davor und weiß nicht recht, was man denken soll. Eine ruhige Runde, an einem sehr heißen Tag im Wald genau richtig.
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2022
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Feldbergsteig. Der höchste Punkt des Schwarzwaldes und ehrlich gesagt einfacher als erwartet - was schwer ist, ist die Hitze auf dem baumlosen Rücken. Der Abstecher hinunter zum Feldsee lohnt sich, das Wasser war kalt genug, um wach zu werden.
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Belchensteig von Wieden. Für mich der schönere der beiden großen Berge - der Gipfel ist ein freier Rücken, kein Parkplatz. Bei klarer Luft steht die ganze Alpenkette am Horizont. An diesem Tag stand sie.
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2021
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Hornisgrinde - der erste Berg über 1000 Metern für mich. Der Bohlenweg über das Hochmoor ist das Schönste an der Tour, auch wenn am Mummelsee halb Baden-Württemberg unterwegs war. Auf dem Turm eine Sicht bis zu den Vogesen.
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2020
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Die erste Tour überhaupt, und gleich die richtige. Von Oppenau hinauf, unten durch die Schlucht mit den Treppen und Stegen - bei dem vielen Wasser im Mai steht man am Ende ziemlich nass da. Oben die Klosterruine, wo wir eine gute Stunde geblieben sind. Zwei Stunden reine Gehzeit, wir haben vier daraus gemacht.
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Ravennaschlucht im September, unter der Höllentalbahn hindurch. Der große Wasserfall führte nach dem trockenen Sommer kaum Wasser, der kleine dafür überraschend viel. Zurück über den Rossberg, weil ich noch nicht nach Hause wollte.
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2019